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Der Bahneinschnitt wird 18 Meter breiter![]() Wer mit der Bahn zwischen Oerlikon und Hauptbahnhof unterwegs ist, kann es nicht übersehen: Auch der altehrwürdige Oerliker Bahneinschnitt ist im Zuge des Projekts Durchmesserlinie zur Grossbaustelle geworden. Um bis zu 18 Meter muss er verbreitert werden, um die künftigen Gleise zur Einbindung der neuen Bahnstrecke Altstetten-Hauptbahnhof-Oerlikon aufzunehmen. Besondere Sorgfalt ist bei diesen Arbeiten gefordert, ist doch nicht nur auf den laufenden Bahnbetrieb sowie die unter Spannung stehenden Oberleitungen, sondern auch auf die unmittelbar angrenzenden Häuser mit ihren Bewohnern Rücksicht zu nehmen. Häuser auf Pfählen «Bereits im letzten September haben wir mit Unterfangungen unter den Häusern an der Böschung begonnen», berichtet Bauingenieur Beat Bürgin, der die Funktion des Abschnittsleiters Zürich-Oerlikon beim Projekt Durchmesserlinie innehat. «Es gibt sogenannt schwebende und abgestellte Pfähle», erklärt Bürgin. «Der Unterschied ist, dass Letztere auf der festen Felsschicht abgestellt und zusätzlich eingebunden werden.» Für diese Methode habe man sich hier entschieden. «Wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie die charakteristischen grauen Teile, die aus der Böschung ragen», erläutert der Bauingenieur und deutet auf die Abhänge unter den Gebäuden. «Dahinter befinden sich die Pfähle.» Tachymeter messen jeden Wank Die Zahlen, die Bürgin nennt, sind eindrücklich. So erfährt man, dass die neuen Unterfangungen 18 Meter tief in den Hang reichen, so dass sie nicht nur in der Moräne, sondern im wesentlich stabileren Molassefels verankert werden konnten. Bereits im Frühling seien diese Baumassnahmen abgeschlossen worden. Seiher ruhen die Häuser auf neuen Fundamenten. Doch wie steht es mit dem Hochhaus Hofwiesenstrasse 307, waren hier aufgrund der Höhe besondere Vorkehrungen nötig? «Nein», antwortet Bürgin. Das Hochhaus sei als einziges Gebäude bereits bei der Erstellung auf Pfähle gestellt worden, was eine grosse Erleichterung für die aktuellen Arbeiten bedeutet habe, berichtet er. Es seien hier keine zusätzlichen Massnahmen nötig gewesen. Wer genau hinsieht, entdeckt an den Häusern beiderseits des Bahneinschnitts kleine Spiegel, ähnlich denjenigen, die auf dem Asphalt der Hofwiesenstrasse im Bereich des Radiostudios angebracht sind. Mittels Tachymeter genannter Geräte und diesen Reflektoren werden so auch kleinste Bewegungen der Gebäude oder der Umgebung registriert, und Gegenmassnahmen können sofort ergriffen werden. Um die direkte Sicht zwischen Instrument und Messpunkt zu ermöglichen, wurden an einzelnen Stellen in der Bretterwand, welche die Baustelle gegen die Häuser abschirmt, kleine Öffnungen ausgeschnitten. So können die Laserstrahlen ungehindert zwischen Gerät und Spiegel messen. «Im Lockergestein hat es Setzungen gegeben», berichtet Bürgin, doch waren diese alle im ungefährlichen Bereich, so dass nur vereinzelt Probleme wie etwa klemmende Fenster bei den Häusern die Folge waren. Einzig bei einem Haus sei durch das Vorpressen eines Ankers ein Riss in der Bodenplatte entstanden; ein Schaden, der aber reparierbar ist. Tunnelbohrmaschine im Aufbau Während beim ersten Stück des Weinbergtunnels zwischen dem Startschacht beim Radiostudio und dem Portal beim Wipkingertunnel in diesen Tagen bereits der Durchstich zum Einschnitt Oerlikon erfolgte, ist beim Bahnhof Oerlikon eine zweite Tunnelbohrmaschine im Aufbau – an dem Ort, der vor ein paar Jahren bereits einmal als Installationsplatz für den Bau des Trinkwasser-Glattstollens diente. Für den Bau der Tunnelstrecke Schacht Brunnenhof–Hauptbahnhof kommt noch eine dritte Tunnelbohrmaschine zum Einsatz, mit einem wesentlich grösseren Bohrkopf-Durchmesser (11,20 Meter). «Diesen Monat beginnen die Bohrarbeiten am Paralleltunnel, der künftig als Rettungs- und Fluchtstollen dienen wird», berichtet der Abschnittsleiter. Dieser Tunnel, der mit etwa 4,75 Meter Durchmesser gross genug für das Befahren mit Rettungsfahrzeugen sein wird, fängt bei der Regensbergbrücke an und soll dem «richtigen» Weinbergtunnel beim Ausbruch vorauseilen, damit er als Erkundungsstollen einen Einblick in die Geologie erlaubt. Im Haupttunnel wird es für die Reisenden dann alle 500 Meter einen Notausgang geben, von welchem man via Rettungsstollen ans Tageslicht gelangt. Komplizierte Einfädelungen 236 Millionen Franken sind für die Einbindung Oerlikons in die Durchmesserlinie veranschlagt. Diese Summe umfasst auch die aufwendigen Einfädelungsbauwerke, die nötig sind, um niveaugleiche Kreuzungen der bisherigen mit den neuen Gleissträngen zu vermeiden. So wird bei der Regensbergbrücke in den nächsten Jahren in offener Bauweise auch ein kurzer Tunnel ähnlich demjenigen beim Kohlendreieck zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Wiedikon erstellt. Diese Unterführung werden die vom Gleis 2 in Oerlikon abgehenden und nach Wipkingen fahrenden Züge nutzen. Ausserdem müssen 80 bis 100 Meter lange, geschlossene Überwerfungsbauwerke vor dem Portal des Weinbergtunnels gebaut werden, so dass die eigentlichen Tunneleingänge ein ganzes Stück weiter in Richtung Bahnhof Oerlikon zu liegen kommen. «Wir verschwenken bereits im Portalbereich einmal, und die flachen Rampen machen so lange Kunstbauten nötig», erklärt Beat Bürgin. Anwohner können bald aufatmen Mit der Fertigstellung der Gebäude-Unterfangungen ist der unangenehmste Teil der Bauarbeiten für die Anwohnerschaft wohl bereits überstanden. Nach dem vollständigen Abtrag des Erdreichs hinter den alten Stützmauern sowie der Vollendung der neuen aus Beton kann schon bald eine Lärmschutzwand errichtet werden, die die Anwohner von der Baustelle abschirmt. Eine grosse Erleichterung für die in der Nachbarschaft lebenden Menschen, denn sie sollen beim Projekt ebenso geschont werden wie die Umwelt, zu deren Schutz beim Einschnitt Oerlikon beispielsweise eigens eine Bauabwasser-Reinigungsanlage eingerichtet wurde. Quelle: Lokalinfo AG, Zürich Nord http://www.lokalinfo.ch/zuerich-nord/artikel/detail/article/109/der-bahneins.html Archiv «oerlikon.ch»» KONGRESSZENTRUM ZÜRICH: OERLIKON HAT AMBITIONEN» «KATHRIN»-GLOCKENSPIEL KOMMT ZURÜCK » GRÜNDUNGSVERANSTALTUNG WerkStadt Oerlikon » EIN BUCH ALS BEITRAG ZUM SELBSTVERSTÄNDNIS DES QUARTIERS » DIE PATIENTEN IM THEATER 11 » DIE WELT ZU GAST AUF DEM MARKTPLATZ » WerkStadt Oerlikon » Kreisbüro 11 ab Montag vis-à-vis Bahnhof Oerlikon » Grossansturm auf erste Lidl-Filialen » Komplettumbau am Bahnhof Oerlikon » OC Oerlikon hat kein Monopol auf Oerlikon » CoroVivo gibt zwei Konzerte » Neu-Oerlikon lebt doch » Der Traum vom Süden in Oerlikon » In Neu-Oerlikon gibts jetzt auch eine Bäckerei » Die Pilzköpfe sind in der Stadt » Echtes Landleben zu Gast an der Züspa » Kultur in Neu-Oerlikon » Oerlikon: Zwischen Vielfalt und Leere » Der Bahneinschnitt wird 18 Meter breiter » Geführte Feierabend-Tour Neu-Oerlikon und Bahnhof Oerlikon » Squadra Azzurra war in Oerlikon » 9. 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